Liebe Menschen, willkommen im März!

Zuerst die gute Nachricht - mit dem Ende dieses Monats ist schon wieder ein Vierteljahr geschafft (falls das für Sie eine gute Nachricht ist).

Jetzt die schlechte: Guido Westerwelle ist immer noch Außenminister.

Mit 35 gut dotierten Nebenbeschäftigungen ist er das personalisierte Arbeitstier der schwarz-gelben Koalition. Dabei ist er doch schon Parteivorsitzender, Außenminister und Bundestagsabgeordneter.

Deshalb spricht er wahrscheinlich dauernd von Leistungsgerechtigkeit. Ich finde es auch ungerecht, dass so viele Menschen auf der Straße stehen, während sich Westerwelle gleich 38 Jobs unter den liberalen Nagel gerissen hat.

Das ist nicht gerecht.

In die Schlagzeilen geschafft hat es auch der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Den kann man buchen.

Für 20.000 Euro ist ein persönliches Gespräch mit ihm garantiert.

Aber ehrlich, liebe Leser, wer möchte sich für so viel Geld mit einem Mann treffen, der aussieht wie ein Finanzbeamter und redet wie Inge Meisel?

Das Ganze hat natürlich Konsequenzen: Seine Frau will ihn verlassen, weil sie sich rent-a-Rüttgers nicht mehr leisten kann.

Sie nimmt stattdessen den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich. Der kostet nur 8.000 Euro und ist damit ein echtes Schnäppchen.

Dafür erwähnt er die Sponsoren auch in seiner nächsten Rede - ob es nun hineinpasst oder nicht.

Amerikanische Präsidenten haben schon immer ihre wichtigsten Sponsoren ins Weiße Haus eingeladen - im Schlafzimnmer von Abraham Lincoln zu übernachten ist der Hit.

Nun hat die CDU leider kein Weißes haus. Da wird Helmut Kohl aber dumm gucken, wenn er morgens neben den Sponsoren aufwacht.

Politiksponsoring ist ja nicht neu. Schon immer wurden hochrangige Politiker aus Wirtschaftskreisen eingeladen, bei schicken Abendessen eine so genannte Keynote-Speach zu halten - das sind Redebeiträge von ca. 15-20 Minuten, die sie dann fürstlich vergütet bekommen.

Man kann das natürlich auch als indirekte Parteienfinanzierung sehen, ohne den Akteuren zu nahe zu treten.

Dass die Parteien aber jetzt dazu übergehen, ihre Protagonisten selbst anzupreisen und zu vermieten - das hat eine andere Qualität.

Wenn Sie sich wie ich dann fragen, was Politik noch von Prostitution unterscheidet, so kommen wir gemeinsam zu dem Schluß: Eigentlich nichts.

Wobei, das stimmt so ja nicht.

Prostituierte können sich nicht vier Jahre lang Zeit lassen um gegebene Versprechen einzulösen und sie können sich auch nicht auf den Standpunkt zurückziehen, dass der Koalitionspartner nicht wollte. ..

In diesem März gibt es ein paar Pflegetipps, einen Kommentar über Margot Käsmanns Rücktritt und ein nettes Märzgedicht - das hoffentlich Sonne in diese trüben Tage bringt.

Wo Sie mich finden können, erfahren Sie wie immer auf der Terminseite.

Ich freue mich auf Sie!

Herzliche Grüße

Ihre

Helene Mierscheid

 
Newsflash

Helene Mierscheid zeigt ihr Soloprogramm "Ein Tritt frei!" vom 23.-25.9.2010 im Kookaburra Comedy Club, Schönhauser Allee 184, Beginn 20.30 Uhr Kartentelefon: 48623186.
 
Helene Mierscheid zeigt ihr Soloprogramm "Ein Tritt frei!" vom 23.-25.9.2010 im Kookaburra Comedy Club, Schönhauser Allee 184, Beginn 20.30 Uhr Kartentelefon: 48623186.
 
Helene Mierscheid zeigt ihr Soloprogramm "Ein Tritt frei!" vom 23.-25.9.2010 im Kookaburra Comedy Club, Schönhauser Allee 184, Beginn 20.30 Uhr Kartentelefon: 48623186.

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