Es grünt so gelb oder wenn die Angie mit dem Franz

So, das haben die Wähler jetzt davon. Haben sie doch wieder mal bei drei Landtagswahlen und diversen Kommunalwahlen gezeigt, dass sie einfach ihren Willen nicht eindeutig erkennen lassen wollen. Deutschlands Wähler halten sich bedeckt. Da ist es nicht mehr als recht und billig, dass auch die jeweiligen Regierungen die Wähler über ihre Absichten im Unklaren halten. Fair ist fair!
Das wird auch weiterhin so bleiben, so hat es der Wähler beschlossen. Vor allem die FDP scheint ziemlich aus der Mode gekommen zu sein, dicht gefolgt von den Grünen, die auch längst nicht mehr überall mitmachen dürfen. Die FDP und die Grünen haben eine große Gemeinsamkeit: Sie sind die Parteien der Besserverdienenden. Die FDP versucht das inzwischen nicht mehr zu behaupten, da ihr bei stagnierenden und sogar rückläufigen Löhnen das Wählerpotential ganz natürlich wegbricht und die Grünen sind es wirklich, weil sich in ihren Reihen die ehedem schicken 68er versammelt haben, die nur im Bioladen kaufen, zur Schreitherapie in die Toskana fahren und ansonsten allen anderen gerne ein schlechtes Gewissen machen, weil sie nicht so leben und keine handgeklöppelten Hausschuhe tragen.
Nie hatte eine Regierung so viel Macht - so wird in den Medien allgemein mit unschuldig geweiteten Augen gestaunt und gesonnen, ob das alles so richtig sein kann. Das ist aber halt so, wenn die Regierung und die Opposition gemeinsame Sache machen. Was heute an Nenn-Opposition stattfindet, zwingt einem nur ein müdes Lächeln ab. Da strampeln und strampeln sie, die Grünen, die Liberalen und die Linken.  Die Linken um Lafontaine und Gysi setzen sich auch nicht durch, weil die Wähler nicht auf den Kopf gefallen sind und sich zu Recht fragen, was zwei vertikal herausgeforderte Egomane ernsthaft im Gepäck haben könnten, um diesem Land eine echte Option aufzuzeigen.Alle warten eigentlich nur gespannt, wann sich auf Bundesebene das abzeichnen wird, was in Landesverbänden schon deutlich sichtbar ist: dass hier einfach nicht zusammenwachsen will, was auch auf gar keinen Fall zusammengehört. Und während dies alles passiert, können Angie und der Franz in aller Ruhe und jetzt auch noch mit einer gesicherten Bundesratsmehrheit agieren wie sie möchten. Wer aber jetzt schon heimlich zu Apfel, Zepter und Hermelin greifen möchte, darf das nur im stillen Kanzleramtskämmerlein tun, weil beiden großen Volksparteien eigen ist, dass sie ihre eigene Opposition sein können. Besonders die SPD hat in dieser Tradition als älteste Partei viel Erfahrung. Und an Angies Rücken fühlen immer noch die Jungs von ihrer Viererbande herum. Wulf, Koch, Stoiber und Merz lauern im politischen Gebüsch und warten, dass Angie fallen möge.Aber bis dahin wird fleißig koaliert.
Eine neue Gesundheitsreform steht an. Es wird nicht immer klar, warum das Gesundheitswesen dauernd reformiert werden muss. Das ist so, als ob ein Arzt einfach mit der Therapie nicht mehr aufhört, egal wie es dem Patienten geht. Manchmal kriegt man halt mehr als man bestellt hat. Wie auch immer diese und andere Reformvorhaben ausgehen werden, können sich die Wähler darüber sicher sein, dass sie bis zum Schluss im Unklaren gehalten werden, was die Maßnahmen für sie bedeuteten. Und das ist gut so. Bei der nächsten Wahl kann ja dann von Wählerseite wieder zurückgeschwiegen werden.

 

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