Auftritt für Hilde Mittermaier oder Kindermund tut Wahrheit kund

 

Natürlich gibt es dringendere Probleme auf der Welt, aber hier soll einmal Platz sein  für ein persönliches Anliegen. Die Polarkappen schmelzen, es brennt in Griechenland, Minister agieren wie Quartalsirre, Terroristen versuchen mit Wasserstoffperoxyd Sexbomben herzustellen und Helene Mierscheid macht sich Gedanken über die Entwicklung ihrer Workshops.

Das ist egoistisch werden Sie jetzt sagen und Sie haben natürlich Recht.

Aber das Leben  muss ja weitergehen – wir können nicht immer nur auf die Polkappen starren – das richtige Leben beginnt bei einem selber.

Ich fahre zum Beispiel nicht nach Grönland, weil ich die Polarkappen nicht durch meine Herzenswärme gefährden möchte und in Griechenland war ich noch nie – ehrlich!

Ausserdem fühle ich mich auch nicht für Verteidigungsminister „Freischuß“ Jung oder Wolfgang „online“ Schäuble verantwortlich.

Jung möchte entführte Passagiermaschinen abschießen, falls sie als Waffe missbraucht werden sollen. Falls sie nur entführt werden, sind sie ihm wurscht. Wolfgang Schäuble möchte uns alle überprüfen, weil er jobbedingt niemandem mehr traut – sich selber auch nicht. Er soll einen Trojaner in seinen eigenen Laptop implantiert haben – für alle Fälle.

Er führt eine öffentliche Debatte über heimliche Online-Untersuchungen, die völlig sinnlos ist.

Beide Debatten sind sinnlos. Laut Bundesverfassungsgericht darf ein Passagierflugzeug nur abgeschossen werden, wenn es leer ist oder nur Terroristen drinnen sitzen. Das klingt jetzt nicht nur hypothetisch – das ist es auch.  Vorsichtshalber darf aber das Kabinett nie in einer Maschine zusammen fliegen.

Wolfgang Schäuble versucht einen völlig überflüssigen Gesetzesentwurf durchzubringen. Wir brauchen nämlich keine Computer-Online-Untersuchung, weil das die Amerikaner längst bei uns machen. Immerhin stammten die zentralen Hinweise auf die Ulmer Terroristen von den amerikanischen Sicherheitsdiensten. Also: Wenn die Dienstleistung eh schon stattfindet, warum soll man sie auf nationaler Ebene mit viel Müh und Ach durchsetzen?

Vertrauen wir auf unsere amerikanischen Freunde. Die wollten bei Datenverschlüsselungen auch schon immer den Zweitschlüssel – zu unserem eigenen  Schutz natürlich. Dass das am 11.09.2001 bei unseren Freunden Zuhause nicht geklappt hat liegt vielleicht daran, dass im eigenen Land der Prophet nichts gilt. Auch unser Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat einmal gesagt, dass er lieber die Neue Züricher Zeitung statt der BND-Dossiers liest, weil die NZZ mehr Informationen enthalte.

Gut, unsere amerikanischen Freunde hatten es diesmal nicht so schwer, weil auf deutsche Terroristen Verlass ist. Die haben einen Verein gegründet: Islamische Dschihad-Union – das klingt ein bisschen wie eine Jungendorganisation der CDU, nicht wahr?

Ich stelle mir vor, wie es war, als die sich registrieren ließen.

Frage des Beamten: „Sind Sie sieben?“

Antwort Terrorist: „Wir sind VIELE!“

Beamter: „Was sind Ihre gemeinnützigen Zeile?“

Terrorist: „Wir wollen die USA bekämpfen, in dem wir Deutsche töten.“

Beamter: „Ja, das klingt sowohl gemein wie nützig. Spenden an Sie können steuerlich geltend gemacht werden.“

Schön nicht? Auf uns Deutsche ist auch im Terror verlass – wir gründen gleich einen Terror e.V.

Also kann ich mich beruhigt meinen Basisworkshops Traumaarbeit zuwenden, die an wechselnden Orten mit wechselndem Erfolg stattfinden.

Da hatte mich ein Haus in Mahlsdorf eingeladen, um mir dann mitzuteilen, dass die meisten Leute dort therapieresistent seien und gar keinen Workshop haben wollten.

Ich wartete versteckt auf den Unterrichtsbeginn und hörte, wie potentielle Klienten sagten. „Wie heißt die noch gleich? Hilde Mittermeier?“

Das baut auf, da können Sie sagen was sie wollen.

Einen Tag später traf ich einen Knaben auf der Straße, den ich flüchtig kenne. Er ist so etwas sechs Jahre alt und fragte: „Warum bist du denn auf den Plakaten hier drauf?“

Ich erklärte ihm mit Stolz, dass ich Workshops mache.

Er schaute mich prüfend an und fragte dann: „Und wie alt warst du, als das Foto gemacht wurde?“

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