Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher meiner Online-Politikberatung,

sie ist zu Ende, die Sommerpause, was schon der geneigte Blick aus dem Fenster bestätigt. Dem heißesten Juli seit Menschengedenken folgte der kälteste August. Jedenfalls können wir nicht meckern, dass wir keine Jahreszeiten mehr hätten in Europa – wir haben sie, nur schneller als früher.
Deshalb habe ich in den Haushaltstipps diesmal Rezepte für selbstgemachte Hustensäfte. Im Zeichen der bevorstehenden Gesundheitsreform werde ich demnächst wahrscheinlich Anleitungen für Selbstoperationen zur Verfügung stellen.
Der salzfrei lebende Karl Lauterbach sieht Monatsbeiträge von 700 € auf die Versicherten zukommen. Wenn das Gesundheitssystem weiterhin so gnadenlos zusammenreformiert wird wie bisher, kann das schon sein. Damit findet dann aber endlich auch eine natürliche Auslese statt, wer sich noch versichern kann und wer nicht. Man möchte ja schließlich nicht mit jedem im Wartezimmer sitzen.
Auch hier schauen wir andächtig auf unseren großen Bruder, die USA. Die haben es geschafft. Das Gesundheitssystem dort ist das Teuerste auf der ganzen Welt mit den wenigsten Versicherten.
Demnächst gibt es dann den Emergency-Room auch in Deutschland – George Clooney wird aber wohl den Einsparungen zum Opfer fallen - schade.

Die wichtigsten Reformhürden in diesem Jahr hat das Kabinett Merkel schon im Windschatten der Fußball-WM geschafft. Die Mehrwertsteuererhöhung wird uns allen ab 2007 einen scharfen Wind um die Ohren blasen lassen, besonders denjenigen, die wenig in der Tasche haben, was man ihnen noch herausziehen könnte.
Die Mehrwertsteuer ist ohnehin eine Wortschöpfung, die ich als Beraterin sehr verehre. Entsteht wirklich ein Mehrwert, wenn ich auf alle Produkte und Dienstleistungen einen satten Zuschlag lege, den kassiere und nichts aber auch gar nicht gegenleiste? Einerseits ist diese Steuer genial. Andererseits sehne ich mich dann und wann ins Mittelalter zurück, wo es keine Rentenprobleme gab, weil eh alle mit vierzig tot umgefallen sind und die Menschen den Zehnt bezahlt haben. Der Zehnt – das wäre doch was?! Zehn Prozent und gut iss! Nun hatte Paul Kirchhoff das schon mal so ähnlich im Wahlkampf vorgeschlagen: fünfundzwanzig Prozent auf alle Einkommen. Das ist besonders für die schön, die über vierzig Prozent abgeben müssen, weil sie so viel verdienen (wie Paul Kirchhoff).
Ein klein wenig unschön wäre es für die Kleinverdiener, weil die durchaus das Doppelte bezahlt hätten – aber so ist es halt wenn Professoren wie Lauterbach oder Kirchhoff gleiche Rezepte für alle ausstellen. Das ist dann wie im Sozialismus: gibt man allen das Gleiche macht man es den wenigsten recht,

ahnt Ihre

Helene Mierscheid

 

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