Willkommen im November!

Langsam hat man sich an den Gedanken gewöhnt oder? Der gefühlten Lähmung des Wahlabends ist ein gesunder Fatalismus gefolgt, frei nach dem Überlebensmotto der Rheinländer: Et kütt wie et kütt und es hätt noch immer jut jejange.

Die SPD hat angeblich inzwischen etliche Unterstützervereinigungen, die verhindern wollen, dass die dienstälteste Partei Deutschlands aus der Landschaft verschwindet.

Das ist schön - das ist wie die Blutkonserve für den totkranken Patienten.

Aus ethischen Gründen auf alle Fälle gerechtfertigt aber man fragt sich schon, ob die Maßnahme noch Sinn macht.

Philip Missfelder von der CDU hätte der alten Dame SPD diese letzte Maßnahme mit Sicherheit verweigert - aus Angst, dass sie sich dann aufrappelt und auf ihren künstlichen Hüftgelenken davonmachen könnte.

Nur eine tote SPD ist eine gute SPD - das war lange das Motto der Bürgerlichen, von denen viele  Kommentatoren sagen, dass sie gar nicht so bürgerlich sind wie sie den Anschein geben wollen.

Spätestens seitdem Angela Merkel den Pontifex Maximus Benedict XVI kritisiert hat ist auch dem ??â??hmchen auf dem Land klar geworden, dass sie mit der CDU nicht die Kirche wählt.

Aber zurück zur SPD - sie geniesst inzwischen Minderheitenschutz - in Bayern sollen am Tag nach der Wahl einige hundert neue Mitglieder eingetreten sein. Da man mit Piercing und Irokesenschnitt heutzutage keine Aufmerksamkeit erreichen kann hilft nur noch das SPD-Parteibuch. Damit kann man dann jedes Punker-Konzert aufmischen. Piratenpartei klingt natürlich auch gut - gerade für junge Leute, die mit den Käpt??â??â??n Hook Filmen aufgewachsen sind.

Piraten klingt nach freie Meere und Abenteuer aber seitdem man weiß, dass die Piraten (gerade vor der Küste Somalias) nicht nur nette Leute sondern einfach ziemlich miese Verbrecher sind ist das Image schon ein wenig zum Teufel gegangen.

Außerdem ist Jörg Tauss dort Mitglied, von dem die Staatsanwaltschaft gerade wissen möchte, ob er kinderpornograpischen Dateien wirklich nur zu Recherchegründen gespeichert hatte.

Nein, in der SPD sein ist wieder in.

Man muss sich nach der Aufnahme in den Ortsverein - in Berlin auch Abteilung genannt - natürlich erst einmal an den Gedanken gewöhnen, dass in der SPD fast nur Studienräte vertreten sind. Dafür ist es aber umso schöner, wenn sie im gemütlichen Teil "Wir sind die Moorsoldaten" singen.

Das sollte man auf Youtube stellen und ihren Schülern vorführen.

Schon würden die Studienräte in der Pause weniger geprügelt, denn wer prügelt schon jemanden, der schon am Boden liegt.

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe gibt es ein Special zum neuen Kabinett Merkel, jahreszeitgerechte Kürbisrezepte und ein schönes Novembergedicht, über das ich im Internet gestolpert bin.

Ich wünsche allen einen schönen November.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache:

Vom 18-21.11. starte ich mit meinem neuen Soloprogramm "Traumaland" in der Ufa-Fabrik und freue mich natürlich auf ein  Wiedersehen im Wolfgang-Neuss-Salon.

Bis dahin!!

Herzliche Grüße

Helene Mierscheid

 

 


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