Liebe Wählerinnen und Wähler

Sie merken schon, worauf diese Kolumne hinausläuft. In diesem Monat wollen alle nur das Eine von Ihnen - Ihre Stimme.

Am meisten hat mich ja Frank Walter Steinmeier beeindruckt.  Er verspricht, dass in Deutschland ab 2020 Vollbeschäftigung herrschen wird. Wahrscheinlich hofft er, dass er bis dahin einfach tot ist. Allerdings hat er nicht gesagt, womit wir 2020 voll beschäftigt sein werden.

Die Landtagswahlen in Saarland, Thüringen und Sachsen und die Kommunalwahlen in NRW haben sehr unterschiedliche Ergebnisse gebracht aber vor allem gezeigt, dass es keinen eindeutigen Trend gibt. In NRW hat die CDU hat sogar sehr viel stärker verloren als die SPD, die in einigen Kommunen Rathäuser zurückerobern konnte.  In Bonn regiert künftig ein SPD-Oberbürgermeister mit einer CDU-Ratsmehrheit.  Bärbel Diekmann hatte als erste sozialdemokratische Oberbürgermeisterin der Stadt ihren Stempel aufgedrückt, Ulrich Kelber ist der erste direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete in Bonn. Bei seiner Direktwahl 2005 konnte mein ein Rumpeln aus Rhöndorf hören - das war Konrad Adenauer, der sich im Grab herumdrehte

Die heiße Wahlkampfphase hat begonnen - selten war ein Wahlkampf so von Tristesse gezeichnet. Es ist halt auch schwer gegeneinander zu kämpfen wenn man dien letzten Jahre miteinander gearbeitet hat.

Stellen Sie sich vor, wie es gewesen wäre, wenn Joschka Fischer und Gerhard Schröder 2005 gegeneinander Wahlkampf gemacht hätten. Was kann man sich denn da schon groß gegenseitig vorwerfen? Schon 2002 sahen Presse und Umfragewerte die rot-grüne Koalition am Ende. Eine gewaltige gemeinsame Anstrengung konnte das Blatt noch wenden und Edmund Stoiber musste den Champagner wieder verschließen.

So etwas ist diesmal nicht zu erwarten, aber dennoch kann es sehr knapp werden - genau wie bei den letzten beiden Bundestagswahlen.

Dabei zeigt die SPD immer wieder ein erstaunliches Maß an Beharrlichkeit. So wie Gerhard Schröder bei der legendären Elefantenrunde 2005 darauf beharrte Kanzler zu bleiben, so versucht Christoph Matschie in Thüringen Ministerpräsident zu werden, obwohl die Linke stärker abgeschnitten hat.

Man darf gespannt sein.

Sorge macht natürlich die wachsende Anzahl der Nichtwähler.

Wenn das so weitergeht, werden bald die Nichtwähler die Wahl gewinnen. Wenn Sie, liebe Leser, dann nicht gewählt haben werden Sie Kanzler!

So schnell kann das gehen.

Also gehen Sie bitte auf alle Fälle zur Wahl, damit es andere trifft.

Ich verrate Ihnen aber zum Schluss, was ich wählen werde.

Ich wähle dieses Jahr schrill, ich wähle exotisch! Ich wähle die SPD, weil ich Steinmeiers dummes Gesicht sehen möchte, wenn er wirklich Kanzler wird!

 

Die Septemberausgabe widmet sich im Kommentar den Folgen der Liberalisierung auf dem Telekommunikationssektor. Keine Angst - es ist lustiger als es jetzt klingt.

Der Anbieter Alice steht dabei stellvertretend für eine ganze Branche.

Der Haushaltstipp befasst sich mit Äpfeln, die auch dieses Jahr nicht weit vom Stamm fallen und im Gedicht geht es einfach um den September.

Noch ein Hinweis in eigener Sache. Am 20.9. starte ich mit meiner neuen Traumaworkshop-Reihe "Traumaland" mit der Vorpremiere im Scheinbar-Variet??Š Berlin. Wer sich über mich anmeldet, bekommt eine verbilligte Eintrittskarte für 6 Euro! Das ist doch ein Angebot in Zeiten der Wirtschaftskrise. Dafür werde ich wie immer all ihre Probleme zu lösen und sie haben schon an diesem Abend die Wahl. Versprochen!

Herzliche Grüße
Ihre
Helene Mierscheid

 


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