Liebe Menschen,

mal ehrlich – wer will Schweinegrippe bekommen?

Wie das schon klingt – gerade für uns Frauen! Bei den Männern ist das anders. Seitdem die Prinzen  „Männer sind Schweine“ gesungen haben ist es für Männer vom Schwein zur Schweinegrippe ja nur ein kleiner Schritt.

Wer zudem schon einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, einen kranken Mann zu pflegen, weiß, wie schnell männliche Patienten jedes Schlafzimmer in einen Zustand versetzen können, der durchaus an einen Schweinekoben erinnert.

Wie fühlt es sich an, ein Wesen zu essen, dessen Grippe man vorher geteilt hat? Die wenigsten Menschen sterben schließlich an Hundestaupe oder Koliken. Der Fuchsbandwurm kann unangenehm sein und die Tollwut sehr gefährlich – klar.  

Tollwütig sein klingt auch nicht gerade toll, würde in Berlin aber rund um den 1. Mai nicht sonderlich auffallen.

Nun lebe ich seit zehn Jahren in der Bundeshauptstadt und erlebe seither Jahr für Jahr in variierenden Ausprägungen die Prügelfolklore, die sich Polizei und Autonome rund um die Feiern zum 1. Mai liefern. Gewaltbereite Jugendliche aus ganz Europa kommen nach Berlin um gewaltbereite Polizisten aus ganz Deutschland zu rituellen Handlungen zu treffen, bei denen es hohe Sachschäden und Verletzte zu beklagen gibt.

Dabei kommt es zu skurrilen Bündnissen – DDR-Nostalgiker treffen sich mit Feuerteufeln, die jedes Auto anzünden, das sie für zu teuer halten, um sich dann in ihre Genossenschaftswohnprojekte zurückzuziehen, die mit Staatsmitteln finanziert wurden.

Ja so ist das halt mit dem Kapitalismus – die schärfsten Kritiker der Elche wären gerne selber welche. Kürzlich kam der wunderbare Film „Was tun wenn’s brennt?“ im Fernsehen – eine wunderbar tragikomische Beleuchtung der Hausbesetzer – und Autonomenszene. Er sollte vielleicht immer 1. Mai gezeigt werden – so wie „Dinner for one „ an Sylvester.

Berlins Innensenator Körting musste vor Autonomen flüchten, die ihn bei einem Gespräch in einer Kneipe in Friedrichshain entdeckt hatten. Es ging bei diesem Gespräch passenderweise um Gewalt gegen Kneipenwirte.

Trotz aller Umstände wünsche ich meinen Lesern einen tollen Wonnemonat Mai! Genießen Sie Spargel und ein Gläschen selbst gemachte Waldmeisterbowle und natürlich die Lektüre der Mai-Ausgabe dieser Homepage.

Im Kommentar geht es um Schweinegrippe und ihre Priester – die Haushaltstipps drehen sich um Quark und das Maigedicht kommt vom Meister selber – Wilhelm Busch.

Nachdem ein Minuswachstum von sechs Prozent vorausgesagt wurde kann ich nur raten: Geben Sie ihr verbliebenes Geld ruhig mit vollen Händen aus – stützen Sie die Wirtschaft am besten dort wo sie hingehört - in der Wirtschaft. Die Gastronomen werden es ihnen danken und wenn ausreichend Bier und Wein fließt, hat kein Virus eine Chance. Die Nüchternheit auch nicht.

Genießen Sie den Mai!

Herzliche Grüße

Ihre Helene Mierscheid

Am 2.5. können Sie mich mit den wunderbaren Gästen Bert Rex und Reinhild Kuhn ab 21.00 Uhr im „Lagari“, Pflügerstr. 19, Berlin-Neukölln treffen. Kommen Sie und wir machen uns einen schönen Abend!    

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