Willkommen im September!

Diesen Monat gilt es in Bayern – wird die absolute Mehrheit der CSU fallen? Wird Franz Maget, Dauer-Spitzenkandidat der SPD am Ende gar…Aber nein, das wäre, als ob man im Vatikan den Katholizismus abschafft. Wobei ich ehrlich sagen muss – die Probleme der CSU sind schon hausgemacht.

Franz Josef Strauss (die Älteren erinnern sich: ein wunderbares Feindbild – optisch wie akustisch) hinterließ seiner Partei (aus Rache wie ich vermute) Edmund Stoiber, seinen ehemaligen Kofferträger und Adlatus. Er hieß früher das blonde Fallbeil – wahrscheinlich weil er so geschliffen zu formulieren versteht. Und nach der Desaster-Theorie von Helene Mierscheid ist nichts so schlimm, als dass es nicht noch schlimmer werden könnte.

Jetzt kommen gleich zwei: Huber und Beckstein, weil keiner von beiden beide Ämter – Parteivorsitz und Ministerpräsidentenposten alleine zu stemmen vermag. Ich hätte nie gedacht, dass ich Edmund Stoiber einmal für einen charismatischen Menschen halten würde.Und was macht der Stoiber heute so? Man würde ja denken, dass er in seinem heimischen Wolfratshausen sitzt und an seiner Autobiographie schreibt, die da lauten könnte: „Eddie Zersteuber – mein langer Weg vom Korinthenkacker zum Rosinenpicker“. Aber nein! Der Mann hat einen Job! Er ist Berater bei der EU-Kommission für den Bürokratieabbau! Da sag noch mal einer, dass die in Brüssel keinen Sinn für Humor hätten.

Sie erinnern sich vielleicht noch, wie Stoiber 2005 ganz kurz in Berlin war und angesichts des für ihn eigens von Frau Merkel gestrickten Superministeriums superschnell den Rückzug angetreten hat? Es hieß unter der Hand, er hätte eine Affäre gehabt, hinter die seine Karin gekommen sei und ihm ein Ultimatum gesetzt hätte. Aber mit wem? Vielleicht mit der Fürther Landrätin Gabriele Pauli?

Man kann von Kanzlerin Merkel halten was man will - sie ist lernfähig. Da hat aber auch Stoiber gemerkt, dass sie ihm eine Superfalle á la Lafontaine gestellt hatte, in die Gerhard Schröder 1999 seinen ärgsten Widersacher erfolgreich laufen ließ.

Schade – die einzig legitime Nachfolgerin von Franz Josef Strauss wäre seine Tochter Monika Hohlmeier gewesen – die hat sich gegen die beiden Weicheier von Söhnen als politisches Talent entpuppt und schon nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter als Landesmutterersatz dem Vater zur Seite gestanden. Schade, dass sie sich zu sehr für das Privatleben ihrer Parteifreunde interessierte und darüber auch noch Buch führte – vielleicht qualifiziert sie das ja bald zur Repräsentantin der Deutschen Telekom.

Oh Gott mit dir du Land der Bayern! Sie wissen warum sie das singen – sie brauchen  göttlichen Beistand dringender als andere.

Liese Leser, der Septemberkommentar ist diesmal ernster als sonst aber so ist in Afghanistan ja auch die Lage. Dafür gibt es zum Ausgleich mein Lieblingsgedicht in Auszügen über meine berühmte Namensvetterin und etwas für die Hautpflege. Auch Männer mögen inzwischen Masken ! Also: Team Testosteron- nicht genieren, auch maskieren!

Und noch eine schöne Nachricht: das Kinderbuch „Der magische Buchladen“ wurde von der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Medien der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mit dem Lesepeter September2008 ausgezeichnet. Da ich mich der Autorin Barbara Friedl-Stocks eng verbunden fühle, hat mich das besonders gefreut.

Auf der Terminleiste dieser Homepage sind deshalb auch ihre Lesetermine vermerkt.

Ich wünsche uns allen einen gedeihlichen September und bis bald alles Gute!

Ihre

Helene Mierscheid

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