Liebe Menschen!

wir haben es geschafft - das neue Jahr ist da. Am Brandenburger Tor wurde wieder die größte Party Europas gefeiert und ich war nicht dabei. Wissen Sie, wann man merkt, dass man alt wird? Wenn man sich die Übertragungen und kostenlosen Live-Events aus der eigenen Stadt im Fernsehen anschaut.

So kann ich Ihnen aber heute einen Gruß vom Schreibtisch und nicht aus dem Unfallklinikum Marzahn oder der Charité schicken, was ja seine unbestreitbaren Vorteile hat.

Wieder ist ein Jahr ins Land gegangen und die große Koalition steht noch, die Bahn fährt noch und Roland Koch möchte in Hessen mal wieder kriminelle Ausländer ausweisen lassen. Er bezieht das nur auf kriminelle Jugendliche und dann auch nur, wenn sie keinen deutschen Pass haben. Ich finde, man soll das nicht so eng sehen und alle Kriminellen jeden Alters und Staatsangehörigkeit ausweisen, weil wir uns solche Menschen in Deutschland einfach nicht leisten können.

Wenn ich an die Parteispendenaffaire der Hessenwahl 1999 denke, dann ist es wohl an der Zeit, dass wir Roland Koch beim Packen helfen.
Er kann die kriminellen Jugendlichen, die in Bayern einen  hilflosen Mann brutal zusammengeschlagen haben dann gleich begleiten.

Warum Roland Koch sich in Hessen dafür stark macht, dass in Bayern jugendliche Straftäter ausgewiesen werden ist mir schleierhaft. Aber vielleicht möchte er einen bundesweiten Präzidenzfall schaffen. Wenn jeder Kriminelle die Wahl hätte, ob er seine Straftat in deutschen Gefängnissen absitzt oder ins Ausland geschickt wird – merken Sie was? Roland Koch versucht für den Ernstfall vorzusorgen. Vermutlich hat er sich schon mal heimlich um die Staatsbürgerschaft Venezuelas oder Costa Ricas bemüht, damit für ihn im Erstfall sonnige Aussichten bestehen.

Leider darf man in Hessen keine doppelte Staatsbürgerschaft haben, was auf eine Kampagne der CDU aus 1999 zurückgeht…

Roland Koch hat ja an sich mit Kampagnen gegen Ausländer sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit der Unterschriftsaktion gegen die Doppelte Staatsbürgerschaft  – die übrigens gemeinsam mit Wolfgang Schäuble ausgeheckt wurde – hat er damals erfolgreich Wahlkampf gemacht. Dazu kam noch eine dezente Überfinanzierung des Hessischen CDU-Wahlkampfes aus Quellen, die als „Jüdische Vermächtnisse“ tituliert wurden. Wie viel Wahrheit da hinter stecken könnte, mag man sich gar nicht vorstellen.
Nun sollen also Jugendliche Straftäter ausgewiesen werden – ältere anscheinend nicht.

Warum nicht?
Hat Roland Koch berechtigte Angst, dass er dann dabei sein könnte? Falls es nicht rechtzeitig mit Costa Rica klappt, dann vielleicht nach Bayern? Oder noch schlimmer, er muss in Hessen bleiben und gemeinnützige Arbeit verrichten? Wie gut, dass er in seiner bisherigen Amtszeit fast alle sozialen Einrichtungen geschlossen hat. Der Mann baut halt vor.

Blöd nur, dass er sich mit seiner Aktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft durchgesetzt hat. Damit kann man kriminelle Jugendliche im Zweifel eben nicht mehr ausweisen und Roland Koch auch nicht. Und das ist wirklich dumm gelaufen.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr, auch im Jahr 2008 wieder für Sie da sein zu können und manchmal auch dort.

Genießen Sie die erste Ausgabe 2008 – es gibt praktische Gesundheitstipps rund um das Thema Erkältung, eine  kleine biologische Analyse der Arbeit von Merkel und Co. und einen Gedichtsauszug des von mir über die Maßen verehrten Eugen Roth.

Starten Sie gut und vor allem gesund ins Neue Jahr
wünscht Ihnen
Ihre

Helene Mierscheid

 

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