Der Masslose

 

Ein Mensch, der manches liebe Jahr

Zufrieden mit dem Dasein war,

Kriegt eines Tages einen Koller

Und möchte alles wirkungsvoller.

Auf einmal ist kein Mann ihm klug,

und keine Frau ihm schön genug.

Die Träume sollten kühner sein,

die Bäume sollten grüner sein,

Schal dünkt ihn jede Liebeswonne,

Fahl scheint ihm schließlich selbst die Sonne.

Jedoch die Welt sich ihm verweigert,

Je mehr er seine Wünsche steigert.

Er gibt nicht nach und er rumort,

Bis er die Daseinsschicht durchbohrt.

Da ist es endlich ihm geglückt -

Doch seitdem ist der Mensch verrückt.

 

(Eugen Roth)

 

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